Berufspraxisstufe

Die Berufspraxisstufe ist die Abschlussstufe unserer Schule. In ihr werden die Schüler auf ihr späteres Arbeitsleben intensiv vorbereitet.

Der Unterricht ist stark geprägt durch handwerkliche und arbeitsvorbereitende Lern- und Arbeitsweisen.

Aufgrund steigender Schülerzahlen wurde es notwendig, nun einen neuen angemessenen Raum hierfür zu schaffen.

 

Der Bau eines separaten Gebäudes für die  Berufspraxisstufe im Jahr 2005 ist eine deutliche Verbesserung der vorherigen Schulsituation, da nun spezielle Fachräume für die verschiedenen Fachbereiche genutzt werden können.

 

Von den wöchentlich 28 Unterrichtsstunden fallen 14 auf den Bereich der Arbeitslehre.
Die Schüler werden in folgenden Fachbereichen unterrichtet:

  • Hauswirtschaft
  • Kochen
  • Garten
  • Malerei
  • Holz
  • Metall
  • Kreativ/Montage
  • Haus und Hof

Nach jedem Schuljahr können die Schüler in einen anderen Fachbereich wechseln, so dass sie innerhalb ihrer Berufspraxisstufenzeit die Möglichkeit haben, drei verschiedene Fachbereiche zu durchlaufen.

Die schwerstmehrfachbehinderten Schüler werden in der Berufspraxisstufe ausschließlich innerhalb der beiden Fachbereiche Holz und Metall unterrichtet (in der Regel vier schwerstbehinderte Schüler pro Fachbereich).

Dies erfolgt in gemeinsamen Klassensituationen mit allen Schülern, was eine Integration in den Fachbereichsunterricht (Holz bzw. Metall) bedeutet. Auch hier sind die schwerstbehinderten Schüler stundenweise „mittendrin“, lauschen den Geräuschen der Maschinen, verfolgen das Arbeiten der Schüler und erfahren selbst das Medium Metall oder Holz durch Fühlen, Sehen, Hören oder aber sogar auch durch eigenes Tun. Stets wird versucht, auch den schwerstbehinderten Schülern durch spezielle Vorrichtungen und Ideen eine Handlungskompetenz zu ermöglichen

Ebenso werden die Schüler besonders im musisch-ästhetischen und im motorischen Bereich gefördert. Um basale Förderung für die schwerstbehinderten Schüler zu ermöglichen, wurde im neuen Gebäude ein besonderer Raum geschaffen, der gezielte Angebote im Bereich der Wahrnehmung beinhaltet.

 

Neben den praktischen Unterrichtseinheiten zählen Lesen, Schreiben, Umgang mit Mengen und Zahlen, Sachkunde und der motorische Bereich mit Schwimmen, Sport und Trampolinspringen zu den Unterrichtsfächern in der Berufspraxisstufe.

Die Arbeit in der Berufspraxisstufe wird erweitert durch unterschiedliche Praktika in der Schule, in der Werkstatt für behinderte Menschen, einzelnen Industriebetrieben oder sozialen Einrichtungen wie Großküchen in Altenheimen oder Krankenhäusern.

 

Auch der Mensabereich in der Berufspraxisstufe ist an die Gegebenheiten in Betrieben angepasst worden:
Die Essensausgabe ist so gestaltet, dass die Schüler sich möglichst eigenständig ihr Essen portionsweise auf dem Tablett abholen und benutztes Geschirr in den dafür vorgesehenen Tablettwagen abräumen. Außerdem wird die Essensausgabe von Schülern aus dem Fachbereich Kochen unterstützt, die zum Beispiel das Portionieren des Nachtischs oder Salates übernehmen.

Das selbstständige Abholen der eigenen Mahlzeit ist eine gute Trainingsmöglichkeit für das Bedienen am immer gängiger werdenden Frühstücksbüffet bzw. im Selbstbedienungsrestaurant und stellt somit eine Verbesserung der pädagogischen Fördermöglichkeiten dar.