Fachbereich Metall

Der mit dem Werkstufenhaus neu entstandene Fachbereich Metall setzt sich zur Zeit zum einen aus sieben meist leistungsstarken Schülern und zum anderen aus vier Schülern mit einer schwersten Behinderung zusammen.

Der Schwerpunkt liegt neben den üblichen Fächern wie Sprache, Rechnen, Lebenskundliche Orientierung und Religion, dem Fachbereich entsprechend in der Arbeit mit Metall.

12 Stunden die Woche verbringen die Schüler in dem speziell dafür eingerichteten „Metall-Werkraum“, in dem ihnen sämtliche Geräte, Werkzeuge und Materialien für die Bearbeitung von Metall zur Verfügung stehen. Hier entstehen durch fleißiges Messen, Sägen, Bohren und Feilen der Schüler zum Beispiel folgende Werkstücke: Memory-Spiele aus Aluminium, Drachen-Mobiles aus Blech (Alu, Kupfer, Messing), Wanduhren aus Alu-Blech und vieles mehr. Vorrangiges Ziel dieses Unterrichts ist das Erlernen eines sachgerechten und möglichst selbstständigen Umgangs sowohl mit dem entsprechenden Material, als auch den Geräten und den einzelnen Werkzeugen.

Begleitend dazu erfahren die Schüler 2 Stunden wöchentlich „Theorie Metall“ – hier geht es nicht um handwerkliches Geschick, sondern um die Anbahnung und Erweiterung von theoretischem Wissen über das Medium Metall (z.B. Ursprung und Entstehung von Metall, Erkennen und Unterscheiden von verschiedenen Merkmalen und Eigenschaft von Metall usw...).

Auch die schwerstbehinderten Schüler werden mit sechs Stunden die Woche in den Werkunterricht integriert. Hier steht vor allem die akustische Wahrnehmung der verschiedenen Geräusche, Gerüche und die taktile Wahrnehmung des Materials im Vordergrund. Ebenso relevant, besonders hinsichtlich der Klassengemeinschaft, erscheint hier jedoch auch der soziale Aspekt des „Dabei seins“.

Die Schüler des Fachbereiches „Metall“ leisten ihre Praktika in der Regel in der Werkstatt für behinderte Menschen ab. Bezüglich einer dort später möglichen Beschäftigung soll es vor allem Ziel sein, die Schüler in ihrem Fachbereich kompetent zu entlassen und sie somit bei Interesse und Neigung für eine entsprechende „Metall-Werkstatt“ in der WfbM zu qualifizieren. Bei besonders leistungsstarken Schülern besteht jedoch auch die Möglichkeit eines Tagespraktikums in einer Schmiede.