Auch das schwächste Seil stärkt uns

Wesentlich für unsere eigene Arbeit ist, dass wir einander uneingeschränkt annehmen. Das gilt für jeden von uns.

Wie in uns allen wohnt auch in den Schwächeren unter uns Menschen der Wunsch nach Zuneigung, Achtung und Liebe. Indem wir uns ihnen aufmerksam zuwenden, erkennen wir ihre Zuwächse in der Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung.

Immer wieder geht gerade von den Schwächeren in unserer Mitte eine positive Wirkung auf das soziale Gefüge in unseren Klassen aus. Ein freundliches Lächeln unserer schwer behinderten Schüler sagt mehr als viele Worte.

In der Arbeit mit ihnen lernen wir das Leben von einer anderen Seite kennen. Sie fordern uns auf, genau hinzusehen und unser eigenes Handeln zu hinterfragen und zu entwickeln. Sie lassen uns sensibel werden für die kleinen, fast unscheinbaren Dinge des Lebens. Für unsere Arbeit folgern wir daraus, dass auch das schwächste Seil uns stärkt.