HELDEN - Ein Kooperationsprojekt des Johannes-Falk-Hauses und der Grundschule Sundern

"Wer möchte nicht einmal ein Held sein? Vielleicht war ich auch schon mal ein Held – und weiß es gar nicht? Vielleicht habe ich einen Helden als Vorbild, der mir Kraft und Mut gibt? Vielleicht habe ich Fähigkeiten, die ich noch gar nicht entdeckt habe? Vielleicht können schon kleine Gesten Großes bewirken? Diesen Fragen möchte ich mit einer inklusiven Gruppe auf den Grund gehen. Die Beschäftigung mit den Fragen soll Ausgangspunkt für das Entwickeln von Bewegungsmaterial und das Erarbeiten von tänzerischen Szenen sein. Neben der Auseinandersetzung mit einer eigenen Heldenfigur und eigenen Heldentaten, geht es um Gefühle und Beziehungen, die beim Tanzen entstehen können: Wie können Stärke und Zagheit, Mut und Wagnis durch Bewegungen ausgedrückt werden? Wie können wir ohne Worte tänzerisch ins Gespräch kommen? Wie können wir Gleichheit und Verschiedenheit nutzen und sie in der Bewegung ausdrücken? Kann die Unterschiedlichkeit und Vielfalt unsere Stärke werden?"

 

Laura-Isabell Ax - Selbständige freiberufliche Tanzpädagogin

An dem Tanzprojekt nehmen Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters, Geschlechts, kulturrellen und sozialen Hintergrundes, körperlicher und geistiger Verfassung teil.

Dies ist ein wertvoller Beitrag um Andersartigkeit zu akzeptieren, und den Wert von Vielfältigkeit zu erkennen.

Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Förderbedarfen und Stärken lernen, das Besondere jeder Bewegungsweise zur Geltung kommen zu lassen und die Einmaligkeit des eigenen Körpers lebendig werden zu lassen.

Das Projekt startete im Januar diesen Jahres mit fünf Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe des Johannes-Falk-Hauses sowie fünf Schülerinnen der Grundschule Sundern.

Geleitet wird das Projekt von der Tanzpädagogin Laura-Isabell Ax und begleitet von Mirjana Sander (Johannes-Falk-Haus) sowie Angelika Ostermann (Grundschule Sundern).

Wir lernen uns kennen...

Die ersten zwei Einheiten unseres Projektes beinhaltete das gegenseitige Kennenlernen sowie die Einführung in die Thematik unseres Projektes.

"Wer bin ich, wer bist du? Wer ist mein Held, wer ist dein Held?" Diese Fragen begleiteten uns durch den Vormittag.

Außerdem fingen wir mit verschiedensten Bewegungstänzen ganz langsam an unseren Körper kennenzulernen und wahrzunehmen, vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Gemeinsam, wie auch allein, jeder durfte und wollte zeigen was er kann.

Wir finden unsere/n Held/in...

In den weiteren zwei Einheiten des Projektes haben wir uns intensiver mit der Thematik "Held/in" beschäftigt. Jedes Kind durfte seinen eigenen Helden finden, und diesen kreativ darstellen. In Verknüpfung mit einer Bewegung, welche sich jedes Kind selbst ausgedacht hat, führte dies zu einer ersten kleinen Choreogrphie, welche die Kinder selbstbewusst und stolz präsentierten.