Fachbereich Holz-Werken

Der Werkunterricht in der Berufpraxisstufe verfolgt grundsätzlich folgende spezifischen Ziele:

  • motorische Grundfunktionen weiter entwickeln und modifizieren, koordinieren und möglichst bis zur Beherrschung von handwerklichen Fertigkeiten ausbilden
  • augenblickliche Bedürfnisse zurückstellen zugunsten einer zielorientierten Arbeit im Hinblick auf das zukünftige Arbeitsleben
  • das eigene Tun in einem größeren sozialen Zusammenhang sehen als Beitrag zu einem gemeinsamen Werk und daraus Selbstbestätigung und Selbstvertrauen erfahren
  • gute Arbeitsgewohnheiten und Leistungsbereitschaft entwickeln, damit der Schüler besser in das nachschulische Arbeitsleben integriert werden kann.

 

Nicht das Holzprodukt ist das eigentliche Ziel des Werkens, sondern die Fähigkeit, Einsichten und Haltungen, die auf dem Weg zu einem angestrebten Ergebnis angebahnt und weiterentwickelt werden können.

Der Unterricht im Bereich Holz-Werken soll anhand von Lehrgängen aufgebaut werden. Diese Lehrgänge schließen mit einem hauseigenen Zertifikat (Führerschein für ein Werkzeug oder Maschine) mit der Bezeichnung „kann selbstständig bedienen“ bzw. „als Assistent bedienen“ ab. Dies sind u.a. die Führerscheine für die Dekupiersäge, Akkuschrauber, Bohrmaschinen etc.

Die Lernvoraussetzungen der Schüler bestimmen den konkreten Unterrichtsinhalt. Die Lehrgänge werden sehr handlungsorientiert durchgeführt, so dass z.B. im Bohrlehrgang ein Viergewinnspiel erstellt/gebohrt werden könnte. Im Sägelehrgang könnten Bilderrahmen (zur Ausstellung von Projektarbeiten) auf Länge gesägt werden und so der Einsatz von Messwerkzeugen aus dem Rechenunterricht übergreifend in den Unterricht mit einfließen. Auch könnten im Lehrgang Hobeln und Verbinden neue Sitzbänke für den Pausenhof erstellt werden.